Gehaltscheck 2021: Gehalt als Kellner / Kellnerin

Umgangssprachlich werden als Kellner/in mehrere Positionen im Service bezeichnet und es gehört definitiv mehr dazu als nur Speisen und Getränke zu servieren. Der Gehaltscheck von shjft.de zeigt dir, wieviel Verdienst du als Kellner bekommst sowie Möglichkeiten dein Gehalt als Kellner durch Trinkgeld und/oder Weiterbildungen zu verbessern.

Gehalt als Kellner / Kellnerin
Der Gehaltscheck als Kellner im Überblick
1. Wie werde ich Kellner?
2. Gehalt als Kellner in Ausbildung
3. Wie hoch ist das Gehalt als Kellner?
4. Mit Trinkgeld das Gehalt aufbessern
5. Tarifverträge im Gastgewerbe
6. Weiterbildungen zur Gehaltsverbesserung

Wie werde ich Kellner?

Als Kellner solltest du vor allem Spaß im Umgang mit Gästen besitzen. Zudem solltest du ein Organisationstalent sein, welches mit Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein punktet.

Du weißt nicht, ob Kellner der richtige Beruf für dich ist? Finde es heraus mit dem Berufs-Check von AUBI-plus.

Wie hoch ist das Gehalt als Kellner?

Als Kellner ist nicht unbedingt eine Ausbildung vonnöten. In der gehobenen Gastronomie wäre es definitiv von Vorteil eine Ausbildung zur Restaurant- oder Hotelfachkraft zu besitzen. Allerdings kann man mit viel Berufserfahrung dies auch wettmachen. Deshalb ist das Gehalt dementsprechend abhängig von deiner Berufserfahrung. Als ungelernte Servicekraft startest du oft mit dem gesetzlich festgelegten Mindestlohn von 10,00 € brutto. Bringst du bereits Berufserfahrung mit oder hast du eine Ausbildung oder ein Studium in der Gastronomie absolviert, kannst du ein höheres Gehalt aushandeln.

Gehalt je nach Berufserfahrung:

  • <3 Jahre = 2.065 €
  • 3-6 Jahre = 2.069 €
  • 7-9 Jahre = 2.076 €
  • >9 Jahre = 2.105 €

Mit Trinkgeld das Gehalt aufbessern

Ein bedeutender Vorteil der Gastronomie ist das Trinkgeld. Dieses ist steuerfrei und wertet dein Gehalt ordentlich auf. In Deutschland sind 5-10% Trinkgeld zusätzlich des Rechnungspreises üblich. Je nach Zufriedenheit des Gastes kann es auch mal besser oder schlechter ausfallen. Dein Verhalten und Auftreten sind hierbei sehr ausschlaggebend, denn sie beeinflussen das Wohlbefinden des Gastes und somit auch dessen Zufriedenheit mit deinem Service. Hilfreiche Anregungen findest du in unserem Artikel Tipps & Tricks für besseres Trinkgeld.

Die Verteilung des Trinkgeldes erfolgt je nach Betriebsphilosophie. Manche Gastronomiebetriebe zahlen dir das Trinkgeld monatlich aus, manche pro Schicht und manche je nach Position. Es kommt auch vor, dass jeder im Service das eigene Trinkgeld behalten darf. Oft wird das Trinkgeld eines Tages jedoch fairerweise an alle verteilt, die an dem Tag gearbeitet haben.

Der Beruf Kellner/in wird oft als Nebenjob ausgeübt, auch hier ist das Trinkgeld gern gesehen und ist vor allem unter Studenten und Schülern ein attraktiver Faktor und somit ein Pluspunkt für die Arbeit im Service.

In der Tabelle könnt ihr erfahren, in welchen Bundesländern mit welchem Gehalt als Kellner zu rechnen ist.

BundeslandØ Gehalt
Hessen2.331 €
Baden-Württemberg2.274 €
Hamburg2.222 €
Bayern2.204 €
Nordrhein-Westfalen2.119 €
Rheinland-Pfalz2.062€
Bremen2.018 €
Saarland2.002 €
Berlin1.973 €
Niedersachsen1.928 €
Schleswig-Holstein1.851 €
Thüringen1.709 €
Sachsen1.697 €
Brandenburg1.688 €
Sachsen-Anhalt1.680 €
Mecklenburg-Vorpommern1.650 €

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Tarifverträge im Gastgewerbe

Viele Unternehmen legen die Bedingungen eines Arbeitsvertrags individuell fest und bestimmen dadurch relativ frei über Gehälter, Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche ihrer Angestellten. Zum Schutz der Arbeitnehmer und zur Konfliktvermeidung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Arbeitsbedingungen alternativ in einem Tarifvertrag geregelt werden.

Tarifverträge werden von Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband bzw. einem einzelnen Arbeitgeber abgeschlossen. Sie regeln die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und setzen verbindliche Standards für Arbeitsbedingungen. Diese Standards umfassen unter anderem Gehälter, Arbeitszeiten und Urlaubsanspruch.
Der Vorteil von Tarifverträgen liegt darin, dass beide Seiten tarifgebunden sind und somit nicht über Gehälter oder andere Standards verhandeln dürfen. Das spart an beiden Enden Stress, da die Arbeitsbedingungen von vorne rein rechtlich festgelegt sind.
Mehr Informationen über die Tarifverträge der Gastronomie und deren Richtlinien findest du in der jährlich erscheinenden Tarifsynopse der DEHOGA (Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e. V.).

Weiterbildungen zur Gehaltsverbesserung

Spätestens nach der Ausbildung wünschen sich viele Berufseinsteiger finanzielle Unabhängigkeit. Besonders in der Gastronomie schmälern Überstunden sowie die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen den Stundenlohn. Wem das nicht passt, der sollte sich weiterbilden. Besonders beliebt in diesem Bereich ist die Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe. Als Fachwirt im Gastgewerbe stehen die Türen zu leitenden Aufgaben in Hotel- und Gastgewerbe offen. 18 Monate Zeit und Lernbereitschaft in die Weiterbildung zu investieren, zahlt sich aus: Es winkt eine Gehaltssteigerung von etwa 500 Euro brutto.

Zusätzlich kannst du dein Wissen in verschiedenen Themengebieten durch Seminare und Lehrgänge erweitern. Einige davon sind:

  • Bankettservice
  • Küche
  • Lebensmittelhygiene
  • Weinkunde
  • Rhetorik

Solltest du ein Hochschulabschluss besitzen, kannst du an die Ausbildung auch noch ein Studium anhängen:

Grundsätzlich gilt: Wer ein Händchen für Kreativität, Spaß am Umgang mit Menschen und Organisationstalent hat, wer Teamarbeit liebt und Überstunden nicht scheut, ist in diesem Job richtig aufgehoben.

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Du möchtest mehr über die genauen Tätigkeiten eines Kellners/ einer Kellnerin erfahren?

In unserem Artikel Berufsbild Servicekraft/ Kellner/in findest du alles was du über die die Arbeit im Service wissen musst.

Außerdem zeigen wir dir, wie viel du als Koch, als Hotelfachmann/-frau und als Restaurantfachmann/-frau heutzutage verdienst.

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